Wirtschaften nach dem Prinzip der Demokratie

Aschaffenburg, 09.12.2016

Raiffeisenbank vertritt Genossenschaftsidee

Auch die Raif­fei­sen­bank Aschaf­fen­burg sieht sich dem Ge­nos­sen­schafts­ge­dan­ken verpf­lich­tet. Ste­ven Mül­ler, Vor­stand der Raif­fei­sen­bank, sieht die Aus­zeich­nung als »gro­ße An­er­ken­nung für die en­ga­gier­te Ar­beit der vie­len Men­schen, die übe­rall auf der Welt in ge­nos­sen­schaft­li­chen Pro­jek­ten tä­tig sind«. Sch­ließ­lich ha­be Deut­sch­land der welt­wei­ten Ge­nos­sen­schaft­s­i­dee ei­nen wich­ti­gen Im­puls ge­ge­ben.

Müller ist sich sicher, dass die Unesco-Ehre zu einer größeren Sichtbarkeit und einem wachsenden Bewusstsein für die weltweite Bedeutung des Genossenschaftswesens beitragen kann. Was das Besondere an der Raiffeisenbank ist? »Die Mitglieder der Raiffeisenbank sind zugleich Eigentümer und Kunden ihrer Genossenschaft. Das sogenannte Identitätsprinzip unterscheidet uns von anderen Formen der kooperativen Zusammenarbeit«, meint Müller. Jedes Mitglied habe unabhängig von seiner Kapitalbeteiligung eine Stimme. Dadurch sei die Genossenschaft vor der Dominanz einzelner Mehrheitseigner geschützt. Im Vordergrund stehe der genossenschaftliche Förderzweck - und nicht die Zahlung einer Rendite. Dennoch gibt Müller zu, dass die Bank auch Gewinne erwirtschafte und sich marktkonform und betriebswirtschaftlich ausrichten müsse, um im Wettbewerb zu bestehen.

Insolvenzsicherste Rechtsform

Der Genossenschaftsverband prüft zudem in regelmäßigen Abständen die wirtschaftlichen Verhältnisse. »Die Genossenschaftlichen Banken sind auch aus diesem Grund seit vielen Jahren die mit Abstand insolvenzsicherste Rechtsform in Deutschland«, sagt Müller.
Müller sieht die Banken auch als moderne Einrichtungen, die nach dem Prinzip der Demokratie wirtschaften. »Die Bank ist ihren Mitgliedern verpflichtet. Sie handelt und entscheidet gemeinsam mit ihnen.« Aus den Reihen der Mitglieder werden auch die Vertreter und die Aufsichtsräte gewählt.